Quelle: bundesbank.de

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Die Einzugsermächtigung wird am 1. Februar 2014 durch die europaweite Sepa-Lastschrift ersetzt. Desweiteren kommen wichtige Veränderungen auf die Verbraucher zu. Die Einzugsermächtigung in ihrer derzeit bekannten Form wird es dann nicht mehr geben. Aber worauf müssen wir bei der Umstellung 2014 beachten?

In vielen Fällen nutzen wir als Zahlungsform die Einzugsermächtigung, wie zum Beispiel bei der Telefonrechnung, Versicherungsbeitrag, monatlichen Mietzahlung oder Onlineshopping, also vor allem wenn es um regelmäßige Belastungen des Bankkontos geht. Die soll aber 2014 mit der Einführung der SEPA (Single Euro Payments Area) in die SEPA-Lastschrift umgewandelt werden.

Seit November 2009 werden beide SEPA-Lastschriftverfahren angeboten. Damit sind im einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum erstmals auch grenzüberschreitende Lastschriften möglich. Wer regelmäßige Zahlungen z.B. in ein Nachbarland im Euroraum entrichten muss, kann die fälligen Beträge nun von seinem Inlandszahlungskonto als SEPA-Lastschrift abbuchen lassen. Ab Februar 2014 löst die SEPA-Lastschrift die nationalen Lastschriftverfahren in den Euro-Ländern endgültig ab. Das heisst, die Rechte der Verbraucher bei Lastschriften werden in den Euro-Ländern gestärkt. Zahlungsdienstleister müssen ihren Kontoinhabern künftig ermöglichen, die Einlösung von Lastschriften z.B. dem Betrag nach zu begrenzen oder auf bestimmte Zahlungsempfänger einzuschränken. Ebenso wie bei SEPA-Überweisungen werden für SEPA-Lastschriften grundsätzlich IBAN (International Bank Account Number, internationale Kontonummer) und BIC (Business Identifier Code, internationale Bankleitzahl) anstatt althergebrachter Kontonummer und Bankleitzahl benötigt.

Entsprechend wird es notwendig sein, dem Zahlungsempfänger ein schriftliches SEPA-Mandat zu erteilen, aus dem unter anderem seine sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer ersichtlich, so die Deutsche Bundesbank auf ihren Informationsseiten sepadeutschland.de. Durch dieses schriftliche Mandat soll also der Inhaber sein Einverständnis erklären und seiner Bank den Auftrag erteilt, dass der Zahlungsempfänger Geld von seinem Konto einziehen darf – eine Einwilligung per Mail oder telefonisch ist nicht mehr möglich. Für alle anderen Lastschrift-Vereinbarungen (Online oder per Telefon) bedeutet die Abschaffung vor allem Kosten. Der Zahlungsempfänger muss außerdem den Kontoinhaber 14 Tage vorher über eine Abbuchung informieren. Ferner verlängert sich die Einspruchsfrist von sechs auf acht Wochen, wenn zuvor ein Mandat erteilt wurde. Wenn vorher kein Mandat erteilt wurde, kann allerdings noch 13 Monate später einer Abbuchung widersprochen werden.

Betroffen sind vor allem Unternehmen wie die Telekom, Amazon oder die Bahn, die viele Zahlungsvorgänge über eine Einzugsermächtigung abwickeln. Bisher konnte man durch einen Anruf sein Einverständnis für die Abbuchung des Spendenbetrags geben, das wird zukünftig nicht mehr so einfach möglich sein.

AUSNAHME: Das Bezahlen an der Kasse im Supermarkt – das elektronische Lastschriftverfahren durch eine Unterschrift auf dem Beleg – ist bis 2016 möglich. Und keine Veränderungen gibt es bei Zahlungen mit der EC-Karte in Verbindung mit der PIN-Eingabe.

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Eine Antwort zu “Einführung der SEPA-Lastschrift 2014: Einzugsermächtigung wird Geschichte”

  1. Raphael sagt:

    Jede Umstellung braucht seine Zeit, aber ich denke, dass wenn man die Zeit vernünftig genutzt hat, jeder egal ob privat oder beruflich damit zurecht kommt und dadurch auch Probleme vermeiden konnte.

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