Der Simplepay Blog hält unsere Leser immer auf den neusten Stand. Dazu gehört auch ein Blick auf den internationalen Umgang mit Kartenzahlungen. Denn Deutschen sind statistisch immer noch Bargeldliebhaber. Laut der deutschen Bundesbank, 74 Prozent der Transaktionen wurden in Deutschland 2017 mit Bargeld getätigt. Das sind jedoch keine schlechten Nachrichten für Ihr Unternehmen. Denn erstmals sei der Bargeldanteil am Händlerumsatz unter 50 Prozent gefallen. Hauptsächlich Kleinstbeträge und Zahlungen zwischen Privatpersonen werden zu 96 Prozent bar gezahlt, so die Deutsche Bundesbank. Doch wohin führt die internationale Zuwendung der Kartenzahlung? Schließlich hat bereits der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) 2016 die Abschaffung des 500 Euro Scheins beschlossen. Dieser Simplepay Blog schaut sich ein Land an, welches bis 2023 wahrscheinlich vollkommen bargeldlos auskommen wird: Schweden. Lesen Sie hier, wie die Wirtschaft und der Alltag der Schweden mit Kartenzahlungen aussieht. Was können wir von den Schweden lernen?

Warum sind Schweden lieber bargeldlos?

Zwischen 2000 und 2010 gab es in Schweden unzählige gewalttätige Banküberfälle, in denen auch gewalttätig Menschen verletzt oder zu Tode kamen. In Stockholm kam es zeitweise zu täglichen Überfällen der Banken. Folglich entstand eine öffentliche Diskussion über die Sicherheitsvorkehrungen in Banken und die Sicherheit von Bargeld. Schließlich forderten Gewerkschaften des Bankpersonals weniger Bargeld in Banken anzubieten. Dies sollte das Bankpersonal vor spontanen Übergriffen am Arbeitsplatz schützen. Auch Banken profitierten in Schweden davon, weil Bargeld im Schnitt teuer ist. Kosten entstehen durch eine Vielzahl von Bankautomaten, Transportkosten sowie Betriebskosten. Im Sinne der Sicherheit ist der Nahverkehr in Schweden inzwischen ebenfalls bargeldlos. Grund dafür ist der hohe Schutz von Tram- und Busfahrern vor Überfällen. Generell entwickelte die schwedische Bevölkerung ein eher negativen Eindruck gegenüber Bargeld. Sie fühlen sich geschützt vor spontanen Überfällen und empfinden das Bezahlen mit Karte als sicherer und bequemer.

Ein weiterer Grund ist das Vertrauen der Schweden in die Regierung. Vielen Schweden ist bewusst, dass ihre privaten Daten bereits durch ihre Aktivität innerhalb von Apps gefährdet sind. Sie vertrauen der Regierung bei dem Umgang von personalisierten Daten. Außerdem sind die Schweden im Allgemeinen sehr technikaffin, denn auch in der automatisierten Fertigungsindustrie und der Produktion der Mikrochips sind die Schweden ganz vorne mit dabei.

Inzwischen werden an den Bankautomaten in Schweden, die es noch gibt, hohe Gebühren für Auszahlungen erhoben und so nehmen Unternehmen kaum mehr Barbeträge. Der Grund: die Beträge in Schweden an Bargeld werden nur noch für Kleinbeträge genutzt und die Einzahlung durch Unternehmen sind an Gebühren gebunden, die ungefähr 10 Euro pro Aus- und Einzahlung ausmachen.

Zusammenfassung:

  • Bargeldlose Zahlungen werden in Schweden als sicherer empfunden.
  • Bargeldlose Systeme sind für Banken preisgünstig.
  • Schweden sind sehr affin gegenüber neuer Technologien.

Bargeldlose Kleinstbeträge: „Just swish it to me“

Für den alltäglichen Gebrauch hat sich eine Bezahl-App namens „Swish“ durchgesetzt. Diese Anwendung für das Smartphone ist mit den schwedischen Konten verbunden und macht das mobile Zahlen zwischen Privatpersonen unkompliziert. Für eine Überweisung ist lediglich die Mobilnummer des Empfängers nötig. In Echtzeit wird der Betrag dem Empfänger gutgeschrieben. Die typischen Klingelbeutel sind auch in Schwedens Kirchen abgeschafft, stattdessen werden die Spenden per Smartphone überwiesen. Die Obdachlosen Zeitschrift: „Situation Stockholm“ wird ebenfalls mit Kartenzahlung bezahlt. Unter Freunden wird die Rechnung in Schweden von einem Karteninhaber gezahlt. Die Teilzahlung kommen dann per Bezahl-App. „Just swish it to me“ ist eine gängige Formulierung in der jüngeren Generationen in Schweden.

Bargeldlose Zahlungen sind die Zukunft

Schweden ist ein wunderbares Beispiel, wie die gesamte Bevölkerung von bargeldlosen Zahlungen profitiert. Vom Staat, über Unternehmen, Einzelhändler und bis zur Privatperson ist die Kartenzahlung für alle ein Gewinn. Besonders die Echtzeit-Überweisungen, die in Schweden tagtäglich genutzt werden sind in Deutschland noch nicht flächendeckend eingeführt. Seit dem 10. Juli 2018 sind die Instant Payments bei ausgewählte Banken in Deutschland möglich.

Ihr Unternehmen kann auch von den vielen Vorteilen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs profitieren. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, um Kartenzahlungen in Ihrem Unternehmen zu integrieren. Bei Simplepay finden Sie unabhängig von Ihrem Unternehmensmodell die richtige Lösung. Unsere Beratung ist so individuell wie Ihr Unternehmen. Weitere Information zu unserem Service finden Sie auf unser Webseite oder rufen Sie uns direkt an. Wir freuen uns auf Sie!