Mit dem Start von Apple und Google Pay 2018 können fast alle Smartphone-Besitzer in Deutschland mit dem Handy bezahlen. Doch mit der Nutzung stellen sich auch Sicherheitsfragen in Bezug auf den Umgang mit den persönlichen EC- und Kreditkartendaten. Ist das Mobile Payment genauso sicher wie das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarte? Lesen Sie hier, welche Sicherheiten Mobile Payment bietet.

verschlüsselte Zahlungen

Viele Kritiker befürchten die Übertragung Ihrer persönlichen Zahlungsdaten. Wenn Sie jedoch mit dem Handy zahlen, erstellt Ihre E-Wallet-App (elektronisches Portemonnaie) für jede Zahlung ein Token. Das bedeutet in der Praxis: Eine Zahlung wird durch das Halten an das Kartenlesegerät angefordert und Ihr Handy erstellt einen verschlüsselten Code, der nur für diese Zahlung vorgesehen ist. Damit können Dritte einzelne Token zwar speichern und kopieren, sie können aber nicht eingelöst werden, weil diese nach der Zahlung ungültig werden. Ebenfalls erhält der Händler keine Informationen des Kunden, da alle Daten zum Zeitpunkt der Zahlung verschlüsselt werden. Erst bei der Ausführung einer Überweisung wird der Token entschlüsselt und die Zahlung getätigt.

Smartphone gestohlen – und nun?

Was tun, wenn das Smartphone gestohlen wird? In der Regel können Zahlungen unter 25 Euro ohne PIN getätigt werden. Nutzer können die Kreditkarte und auch die E-Wallet-App sperren lassen. Unter der Nummer 116116 können Sie auch telefonisch Ihre Kreditkarte sperren. Zusätzlich sind dennoch Sicherheitsmaßnahmen vorhanden, die Nutzer schützen. Einerseits wird stichprobenartig die PIN auch bei Beträgen unter 25 Euro abgefragt. Andererseits werden bei vielen Transaktionen in kurzer Zeit Zahlungsmittel sofort nur unter Angabe der PIN freigeschaltet. In der Sparkassen-Mobiles Bezahlen App können Nutzer diese Einstellung auch manuell anpassen und die Höhe des Betrags bestimmen, die eine PIN benötigt.

Ausfälle, die dennoch durch einen Diebstahl unverschuldet entstehen, werden von der Hausbank entschädigt.

Hilfe mein Smartphone wurde gehackt

Das Mobile Payment funktioniert über einen NFC-Chip im Smartphone. Dieser Chip ist Teil der Hardware und kann nur durch die Funkanfrage aktiviert werden. Das bedeutet, selbst wenn die Software eines Smartphones angegriffen wird, hat dies keinen Einfluss auf den Einsatz von Mobile Payment. Die E-Wallet wird ebenfalls extern von anderen Anwendungen verschlüsselt und gespeichert.

Datenverlust während der Zahlung

Viele Nutzer befürchten den Missbrauch während der eigentlichen Zahlung. Dies ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, da das Smartphone beim Zahlungsvorgang bis auf wenige Zentimeter an das Kartenlesegerät gehalten wird. Zusätzlich informieren Wallets über getätigte Zahlungen. Dennoch können Smartphone-Inhaber ihre NFC-Funktion manuell ausschalten, um sicher zu sein.

Umtauschgarantie

Bei allen Produkten, die eine Garantie haben, kann das Smartphone den Nutzern viel Mühe ersparen. Bei Bar- und Kartenzahlungen wird die Quittung häufig verlegt, aber bei einer E-Wallet kann die Zahlungschronik als Kaufnachweis vorgelegt werden. Somit verlieren Sie keine Rechnungen oder Quittungen um Produkte umzutauschen.

Als Händler können Ihre Kunden auch mit Mobile Payment zahlen, wenn Sie am Point-of-Sale (PoS) ein NFC-fähiges EC-Terminal von Simplepay mieten. Bei den kompetenten Beratern erhalten Sie zu maßgeschneiderten Konditionen das optimale Kartenlesegerät. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und erhalten Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch.